Biografiearbeit in der haug&partner unternehmensgruppe mit dem Set „Biografie- und Lebensordner“

Der Lebensweg von Kindern und Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe ist nicht selten von mehreren Ortswechseln, Verabschiedungen und (Beziehungs-)Abbrüchen geprägt. Da in wechselnden Settings eine fortlaufende Erinnerungsarbeit häufig nicht stattfindet, können wichtige Basisinformationen des jungen Menschen schnell verloren gehen. Es entstehen Lücken im Wissen über die eigene Biografie des Kindes – ein sicheres Fundament der Erinnerung und Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte fehlt. Gleichzeitig beeinflusst das Wissen über positive und negative Ereignisse im eigenen Lebensweg das weitere Handeln, Denken und Wahrnehmen eines heranwachsenden jungen Menschen.

Die Biografiearbeit bietet den jungen Menschen die Möglichkeit den eigenen Lebensweg zu erforschen und Antworten auf Fragen der Identität zu finden. Dies soll die Kinder und Jugendlichen dabei unterstützen, das Bild von sich selbst zu klären und Identität sowie Selbstvertrauen zu erhalten. Ziel ist es, einen erklärbaren Zusammenhang zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu schaffen und damit ein stimmiges Selbstbild zu erhalten mit welchem die jungen Menschen die bestmögliche Grundlage erhalten, um in ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben zu starten.

Um die betreuten jungen Menschen sowie die betreuenden Pädagog*innen innerhalb der haug&partner unternehmensgruppe in der Biografiearbeit zu unterstützen erhält jeder betreute junge Mensch bei Betreuungsbeginn künftig das Set „Lebensordner und Biografieordner“: Der Lebensordner dient den jungen Menschen als organisierter Ablageort für alle persönlichen Unterlagen. Der Biografieordner zielt auf die Biografiearbeit mit dem jungen Menschen ab und dient als persönliches Biografiearchiv. Das Set gehört von da an ihm und soll ihn auf seinem weiteren Lebensweg begleiten. Bei einem Wechsel des Lebensortes sollen die Ordner von den jungen Menschen mitgenommen und weitergeführt werden.

Mit diesem Ordnerset möchte die haug&partner unternehmensgruppe einen Beitrag in der Erarbeitung der persönlichen Lebensgeschichte leisten und damit die jungen Menschen in der Entwicklung zu einer selbstbestimmten Persönlichkeit unterstützen.

Bei der Bearbeitung der Ordner werden die jungen Menschen in einer vertrauten Beziehung und Atmosphäre von den pädagogischen Fachkräften innerhalb der haug&partner unternehmensgruppe unterstützt und begleitet.


Die h&p Sachsen gGmbH widmet sich dem Jahresthema „Digitale Herausforderungen, Chancen und Perspektiven“: Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen

Die digitale Veränderung in unserer Welt, hat auch eine Veränderung in der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen zur Folge. Smartphone, im Internet surfen oder digitale Spiele – digitale Medien sind längst ein fester Bestandteil im Leben der jungen Menschen geworden und stehen 24 Stunden zur Verfügung.

Dies macht eine klare Regelung und Hinführung der jungen Menschen an die digitalen Medien durch die Erwachsenen notwendig. Kinder müssen an die Nutzung der digitalen Medien herangeführt und begleitet werden. Steffen Heil -Vorsitzender der Auerbach Stiftung- empfiehlt: „…. die Kleinen nicht nur in der analogen, sondern auch in der digitalen Welt von Anfang an aktiv zu begleiten. Nur so erlangen Kinder die richtige Konsumkompetenz bei der Nutzung digitaler Medien. Es ist wichtig, Kinder von Anfang an für den richtigen und maßvollen Umgang mit digitalen Geräten zu sensibilisieren.“ Ähnlich dem langsamen Heranführen an den Straßenverkehr, müssen auch die Kinder an die digitalen Medien herangeführt, begleitet und angeleitet werden. Mit Blick auf die Studienergebnisse der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, in der festgestellt worden ist, dass 22,4 Prozent der 12- bis 17-Jährigen bundesweit einen problematischen Medienkonsum haben und weitere 5,8 Prozent bereits von einer computerspiel- und internetbezogenen Störung betroffen sind, wird die Bedeutung dieses Themas offensichtlich.

Wie kann nun eine Heranführung der Kinder an die Medien erfolgen. Hierbei können die Empfehlungen der BZgA für den Medienkonsum in Familien hilfreich sein:
  • Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind verbindlich Zeiten für die Nutzung digitaler Medien.
  • Interessieren Sie sich für die digitalen Aktivitäten Ihrer Kinder – lassen Sie sich davon berichten, nehmen Sie Anteil oder spielen Sie gegebenenfalls mit.
  • Seien Sie authentisch und halten Sie sich auch selbst an vereinbarte Zeiten.
  • Planen Sie gemeinsame Aktivitäten: Das können Gesellschaftsspiele, sportliche Aktivitäten, Ausflüge oder Spaziergänge sein. Was immer der Familie zusammen Spaß macht: Bei diesen Aktivitäten sollten digitale Medien für alle tabu sein.
  • Auch beim gemeinsamen Essen und während einer Unterhaltung sollten digitale Medien Pause haben. Schenken Sie Ihrem Kind Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Das ist ein wertvolles Geschenk für Ihr Kind.
Für die Mediennutzungsdauer gibt es entsprechend dem Alter von Kindern folgende Regeln, die als Orientierung dienen können:
  • Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren: keine Bildschirmmedien nutzen
  • Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren: höchstens 30 Minuten täglich
  • Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren: höchstens 45 bis 60 Minuten täglich

Entsprechend dem Schwerpunktthema: „Digitale Herausforderungen, Chancen und Perspektiven“ der haug&partner unternehmensgruppe leiten die Pädagogen*innen aus den Betreuungsangeboten der h&p Sachsen gGmbH die betreuten, jungen Menschen an und führen diese an die unterschiedlichen digitalen Medien, dem Alter entsprechend, an. Ziel ist den jungen Menschen einen angemessenen und sinnvollen Umgang mit digitalen Medien beizubringen und hierbei auch die positiven Effekte von digitalen Medien zu nutzen.

h&p Sachsen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH

Migrationssensibles Handeln in den Erziehungsstellen der conneXX-Gesellschaft für Jugendhilfe mbH

Unsere Gesellschaft in Deutschland wird vielfältiger. Im Zuge von Migrations- und Einwanderungsprozessen stellen Familien mit Migrationshintergrund mittlerweile einen großen und selbstverständlichen Teil der Bevölkerung dar. Rund 30% der jungen Menschen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund (Statistisches Bundesamt, 2020). Gleichzeitig herrscht aber immer noch große Verunsicherung im Umgang mit Migrationsfamilien. So stellen Themen, wie z.B. der Umgang mit gefühlt anderen „kulturellen Praktiken“, Stereotype sowie die Unkenntnis der Lebenssituation, Hürden in der Gestaltung eines normalisierenden Miteinanders dar. Im Folgenden stellt conneXX GmbH einige Forschungsergebnisse und Aspekte zu diesem Themenbereich vor:

Zuerst eine Begriffsdefinition im Kontext des Kinderschutzes:

Diversivitätsbewusstsein im Kinderschutz kann als grundlegende selbstreflexive Haltung aller im Verfahren Beteiligten definiert werden (Hamburger, 2012). Diese impliziert das Bewusstsein darüber, dass Migrationsprozesse sich auf Familiensysteme und die einzelnen beteiligten Individuen auswirken und mit einer Reihe an spezifischen Herausforderungen (auf psycho-emotionaler wie auch sozio-ökonomischer, rechtlicher und bildungsbezogener Ebene) verknüpft sein können. Gleichzeitig sind die Migrationsbiographien und -geschichten so plural, dass Migrationssensibilität kein Wissen über Patentrezepte enthalten kann, sondern vielmehr eine den jeweiligen Familien wertschätzend begegnende Grundhaltung impliziert. (Jagusch, 2013)

Das notwendige Diversivitätsbewusstsein trifft im Kinderschutz auf nicht zur Disposition stehende Rechte. Alle Kinder haben das Recht auf gewaltfreie Erziehung sowie auf Schutz vor Vernachlässigung, sexuellem Missbrauch und Misshandlung. Gleichwohl steht den Kindern sowie den Sorgeberechtigten das Recht auf Beteiligung zu. Dabei sollte ein Eingehen auf Vorverständnisse und ein Anknüpfen auf Vorerfahrungen selbstverständlich sein.

Migrationssensibilität auf der Ebene der Erziehungsstellen Leiter*innen:

Von den Fachkräften werden persönliche soziale Kompetenzen, wie z.B. Fähigkeit zur Selbstreflexion, Einfühlungsvermögen, Offenheit und Toleranz, kommunikative Kompetenz und Ambiguitätstoleranz erwartet. Darüber hinaus sind auch spezielle migrationsspezifische Kenntnisse (wie z.B. das Wissen über Migrationsgründe, Belastungen der Migration etc.) hilfreich. Eigene Migrationserfahrung oder internationale Erfahrung können, wenn reflektiert, durchaus sensibilisierend wirken.

Einbezug der Herkunftsfamilie:

Forschungsergebnisse belegen, dass besondere migrationsspezifische Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie in den Bereichen religiöse Erziehung und Sprachgebrauch liegen. Der Gesetzgeber schützt insbesondere das Recht der Herkunftseltern über die religiöse Erziehung der Kinder zu entscheiden (§1 KErzG). Was das Thema Sprachgebrauch und Spracherhalt nach einer Fremdplatzierung betrifft, so gibt es Hinweise, dass diesem oft wenig Beachtung geschenkt wird. Dies kann dazu führen, dass die Arbeit mit den Eltern und deren Einbezug in der Hilfeplangestaltung erschwert wird. (vgl. Celebi/Teyhani, 2018)

Rechtliche Aspekte:

Die Lebenssituation von Familien mit Migrationshintergrund kann durch rechtliche Rahmenbedingungen zusätzlich erschwert sein, wie z.B. durch einen ungesicherten Aufenthaltsstatus (Reimer, 2018). Innerhalb einer ESt kann ein ungesicherter Aufenthaltsstatus des jungen Menschen zu Verunsicherungen und Einschränkungen (Bsp. Junger Mensch darf Deutschland nicht verlassen) führen. Es ist daher zu empfehlen, dass bei jedem Hilfeplangespräch ein Sachvortrag zur aufenthaltsrechtlichen Situation und deren Auswirkungen auf die jungen Menschen, deren Eltern und den Fachkräften der ESt stattfindet.

Gelingende Hilfeprozesse:

Hilfeprozesse gelingen vor allem dann, wenn Lösungen gemeinsam mit dem Herkunftssystem gesucht werden. Dabei sollen Verständnis und Verständigung im Vordergrund stehen. So könnten HPGs in den Räumlichkeiten des zuständigen Jugendamtes durchgeführt werden, da es dort einfacher ist Dolmetscher hinzuzuziehen. Schröer (2019) weist darauf hin, dass viele Familien mit Migrationshintergrund den Staat und Ämter öfter mit Repressionen als mit Hilfe assoziieren. Dem Herkunftssystem könnte z.B. durch das Erzählen von Fallbeispielen das Recht auf Partizipation, aber auch die Konsequenzen bei fehlender Mitwirkung/Nichteinhalten von Vereinbarungen kommuniziert werden.

Literatur:

  • Celebi, Gülseren/ Teyhani, Gülgün (2018): Ergebnisse des Modellprojektes PemM. Neue Ansätze für die interkulturelle Pflegekinderhilfe. Herausgegeben vom Landesjugendamt Westfalen (LWL).
  • Hamburger, Franz (2012). Abschied von der Interkulturellen Pädagogik. Plädoyer für einen Wandel sozialpädagogischer Konzepte. Weinheim und Basel: Beltz Juventa.
  • Jagusch, B. (2013). Migrationssensibilität im Kinderschutz.
  • Kadera, S. & Kindler, H. (2020): Migrationssensible Hilfen. Abgerufen am 20.04.2021 unter https://guteverfahren.elearning-kinderschutz.de/pluginfile.php/3146/mod_resource/content/1/2-4-F3_Kadera-Kindler_Migrationssensible-Hilfen.pdf
  • Reimer, Daniela (2018): Wann ist Pflegekinderhilfe interkulturell? In: Celebi, Gülseren/Teyhani, Gülgün: Ergebnisse des Modellprojektes PemM. Neue Ansätze für die interkulturelle Pflegekinderhilfe. Herausgegeben vom Landesjugendamt Westfalen (LWL).
  • Schröer, Hubertus (2019). ASD als interkultureller Sozialer Dienst. In Joachim Merchel (Hrsg.), Handbuch Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD) (S. 159-171). (3. Auflage). München: Ernst Reinhardt GmbH & Co KG.
  • Statistisches Bundesamt (Destatis) (2020). Migration und Integration: Migrationshintergrund. Abgerufen am 20.04.2021 unter https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Um-welt/Bevoelkerung/Migration-Integration/Glossar/migrationshintergrund.html.

Digitale Welt: Kinderschutz und Kinderrechte bei h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH

Seit der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention 1989 hat sich die Lebenswelt von Kindern vielseitig verändert. Die Digitalisierung nimmt immer mehr an Bedeutung sowie an Ausmaß zu: stetig entwickeln sich Angebote (Inhalte, Programme und Dienstleistungen) kommerzieller, öffentlicher und anderer Anbieter in digitaler Form. Darunter fallen Computer- und digital vernetzte Technologien und Dienstleistungen, das Internet, das World Wide Web, mobile Endgeräte, Netzwerke, Online, Apps, Soziale Medien, elektronische Datenbanken, Big Data, das Medienumfeld, Online-Spiele, und weitere (technische) Entwicklungen, die Zugänge für die digitale Lebenswelt ermöglichen.

Junge Menschen haben im Hinblick auf die Digitalisierung der Lebenswelt Rechte, die ihnen die Teilhabe daran ermöglichen: Zugang, Meinungs- und Informationsfreiheit, Versammlung und Vereinigung, Teilhabe und Spiel, Privatsphäre und Datenschutz, Bildung und Medienkompetenz sowie Schutz und Sicherheit – unter Berücksichtigung internationaler Menschenrechtsabkommen, wie der UN-Kinderrechtskonvention und der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Recht auf Zugang

Jedes Kind hat das Recht auf einen uneingeschränkten und gleichberechtigten Zugang zur digitalen Welt. (UN-KRK Art. 17)

Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit

Jedes Kind hat das Recht auf freie Meinungsäußerung – sowohl online als auch offline. (UN-KRK Art. 13)

Recht auf Versammlung und Vereinigung, Teilhabe und Spiel

Kinder haben das Recht, sich frei mit anderen zusammenzuschließen und sich friedlich zu versammeln. (UN-KRK Art. 15)

Recht auf Privatsphäre und Datenschutz

Kein Kind darf willkürlichen oder rechtswidrigen Eingriffen in sein Privatleben oder rechtswidrigen Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden, dies gilt auch im digitalen Raum. (UN-KRK Art. 16)

Das Kind hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen Eingriffe, Beeinträchtigungen oder Verletzungen dieser Rechte. (UN-KRK Art. 16)

Recht auf Bildung und Medienkompetenz

Jedes Kind hat Anspruch auf Zugang zum Bildungssystem. Dieser muss diskriminierungsfrei und chancengleich gestaltet sein. (UN-KRK Art. 28)

Recht auf Schutz und Sicherheit

Kinder müssen in allen Lebensbereichen vor jeglicher Form von Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung und schlechter Behandlung geschützt werden, dies gilt online und offline. Neben Richtlinien und Gesetzen, die dem Schutz von Kindern dienen, müssen entsprechende technische Vorkehrungen implementiert und gleichzeitig Kinder zum Selbstschutz in der digitalen Welt befähigt werden (UN-KRK Art. 3).

Die digitale Teilhabe der jungen Menschen ist für die h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH von hoher Bedeutung. Aber das Netz ist nicht kindersicher. Daher liegt ein Schwerpunkt von h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH auf dem Kinderschutz in der digitalen Welt. Dies bedeutet vorrangig die digitalen Kompetenzen der jungen Menschen und vorrangig der Pädagog*innen zu erweitern. Denn wenn die digitale Teilhabe ernst genommen wird, dann muss jungen Menschen eine sichere Umgebung geboten werden, in der sie ihrem Alter entsprechende Kompetenzen erwerben können, die sie brauchen, um sich sicher im Netz und in einer veränderten Medienwelt bewegen zu können. Dieser Verantwortung stellt sich der Träger h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH im Jahr 2021 mit seinem Schwerpunktthema „Digitale Herausforderungen, Chancen und Perspektiven“, indem er vorrangig die Weiterentwicklung der individuellen, digitalen Kompetenzen in den Fokus nimmt: bei den jungen Menschen ebenso wie bei den pädagogischen Fachkräften.

h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH

Gemeinsam für Nepal – finanzielle Unterstützung seitens der haug&partner unternehmensgruppe für die Govinda e.V.

Seit diesem Jahr unterstützen die albakademie GmbH, die h&p Baden-Württemberg gGmbH, die h&p Reinland-Pfalz/Hessen gGmbH, die h&p Sachsen gGmbH und die conneXX GmbH das Projekt „Girls Hostel“ der Govinda e.V. in Kalikatar, Nepal mit der Übernahme der jährlichen Gesamtkosen von 14.000 Euro.

1998 wurde die Govinda e. V. von fünf Krankenpfleger*innen aus Aalen gegründet. Ziel der Gründer*innen war es, ein Waisenhaus in Nepal aufzubauen, welches 15 Kinder beherbergen kann. Bis heute haben sich aus diesem Anfangsziel insgesamt neun Projekte entwickelt: Mittlerweile gibt es neben 700 Mitglieder und Paten, viele junge aktive Mitglieder in den Aktionskreisen in Deutschland und der Schweiz. Bisher unterstützt Govinda e.V. etwa 8000 Menschen in unterschiedlichen Projekten und beschäftigen 80 nepalesische Angestellte. Die Projekte sollen die Menschen befähigen, selbstständige, mündige und kritische Bürger*innen der nepalesischen Gesellschaft zu sein, sich in ihr integriert zu wissen und sie aktiv mitzugestalten. Dafür hat Govinda e.V. bereits mehrere Schulen gebaut, ein Ausbildungszentrum installiert und ein innovatives Reintegrationsprogramm gestartet.

Darüber hinaus wurde 2014 die Shangri-La Development Association (SDA) als nepalesischer Partnerverein von Govinda e.V. gegründet. Diese führt ehemalige Kinder des Waisenhauses nach ihrer Ausbildung bzw. ihrem Studium an Tätigkeiten als Entwicklungsmitarbeiter im eigenen Land heran.

Das Projekt „Girls Hotel“ ist ein Bildungshaus, in welchem derzeit 15 Mädchen leben. Durch das Leben in dem Haus wird den Mädchen ein täglicher Schulbesuch in der im Dorf vorhandenen Schule ermöglicht. Von ihren eigentlichen Heimatdort liegt die Schule bis zu drei Stunden Laufdistanz entfernt, sodass den Mädchen dort kein Schulbesuch möglich wäre. In dem Bildungshaus werden den Mädchen auch weitere Ausbildungs- und Schulungsmöglichkeiten z.B. im landwirtschaftlichen Bereich geboten.

Die h&p Baden-Württemberg gGmbH, die h&p Reinland-Pfalz/Hessen gGmbH, die h&p Sachsen gGmbH, die conneXX GmbH und die albakademie GmbH freuen sich, Govinda e.V. in diesem tollen Projekt unterstützen zu können!


Neuer Termin 03.11.2021: Prof. Dr. Dr. Julian Nida-Rümelin zu Gast bei der haug&partner unternehmensgruppe

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wurde die Veranstaltung vom 01.07.2021 auf den 03.11.2021 verschoben.

Wir freuen uns ankündigen zu dürfen, dass Prof. Dr. Dr. Julian Nida-Rümelin am 03.11.2021 für ein Vortrag und Publikumsgespräch zu Gast bei der Jahresveranstaltung der haug&partner unternehmensgruppe sein wird.

Vielen ist Julian Nida-Rümelin noch als Kulturstaatsminister im ersten Kabinett Schröder bekannt. Heute lehrt er Philosophie und politische Theorie an der Universität München. Darüber hinaus ist er Honorarprofessor an der Humboldt-Universität Berlin, Gastprofessor an ausländischen Hochschulen, Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Seit Mai 2020 ist er zudem stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrats. Auch als Autor zahlreicher Bücher und Artikel sowie als Sprecher zu ethischen, politischen und zeitgenössischen Themen wird Julian Nida-Rümelin geschätzt. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen überwiegend in den Bereichen Ethik und politische Philosophie.

Bei der Jahresveranstaltung der haug&partner unternehmensgruppe wird Prof. Dr. Dr. Nida-Rümelin einen Vortrag halten, der sich thematisch vor allem mit der Verbindung zwischen praktischer Philosophie, Unternehmenskultur und Bildung auseinandersetzt. Passend zum Jahresthema 2021 „Digitale Herausforderungen, Chancen und Perspektiven“ wird es ebenso um Bildungshumanismus und Digitalisierung gehen – ebenfalls ein wissenschaftlicher Schwerpunkt des Philosophen.

Wir freuen uns sehr Prof. Dr. Dr. Nida-Rümelin bei uns begrüßen zu können und sind gespannt auf den Nachmittag, den wir gemeinsam mit Julian Nida-Rümelin im Austausch verbringen dürfen.


Wechsel der Geschäftsführung bei der h&p Sachsen gGmbH

Frau Johanna Klebl-Haug beendete Ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin zum Ablauf des 31.12.2020. In gleichem Zuge übernahm Herr Jens Scharmann die Geschäftsführung von h&p Sachsen Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH zum 01.01.2021.

Wir danken an dieser Stelle Frau Johanna Klebl-Haug für ihr umsichtiges und erfolgreiches Wirken als Geschäftsführerin der h&p Sachsen Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH. Frau Johanna Klebl-Haug wird in ihrer Funktion als stellvertretenden Gesamtleiterin der haug&partner unternehmensgruppe die Gesellschaft weiter eng begleiten und hierüber ihren Teil zur weiteren positiven Entwicklung der h&p Sachsen Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH beitragen.

Herr Jens Scharmann ist seit 2015 als Diplom-Sozialpädagoge in der haug&partner unternehmensgruppe tätig. Er bringt einen breiten Erfahrungsschatz in dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und hier insbesondere in dem Bereich der Erziehungsstellen und Familienwohngruppen mit.


Jahresthema 2021: Digitale Herausforderungen, Chancen und Perspektiven

Wie kein anderes Jahr hat das Jahr 2020 mit der Corona-Krise auch die haug&partner unternehmensgruppe als Trägergruppe im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe vor große Herausforderungen nicht nur im pädagogischen Alltag gestellt. Einhergehend mit den Veränderungen des Alltags rückte dabei unweigerlich der Themenkomplex der Digitalisierung in den Fokus. Es wurde deutlich, welche Möglichkeiten die digitalen Medien schon heute bieten und wie angewiesen wir mitunter auf diese sind – aber auch welche Hürden zur Nutzung der digitalen Möglichkeiten derzeit noch bestehen können.

Auf Grund dessen setzt sich die haug&partner unternehmensgruppe deshalb im laufenden Jahr mit dem Jahresthema:

„Digitale Herausforderungen, Chancen und Perspektiven“

auseinander.

Die mit der Digitalisierung einhergehenden Herausforderungen sind in der pädagogischen Praxis derzeit wohl das deutlich präsentere Thema vor den gleichzeitigen Chancen. Unzählige Fragen, mit denen nicht selten Konflikte einhergehen, treten dabei auf: Regeln und Grenzen müssen festgelegt werden, mögliche Konsequenzen umgesetzt werden und fortlaufende Diskussionen geführt werden. Klar ist, dass besonders für die heranwachsende Generation die Nutzung digitaler Medien ein ganz selbstverständlicher Bestandteil der Lebenswelt darstellt und nicht mehr wegzudenken ist. Damit stehen die pädagogischen Fachkräfte vor der Aufgabe, die digitalen Medien in ihren Alltag zu integrieren. Um die Herausforderungen zu erleichtern und möglicherweise bestehende Unsicherheiten zu nehmen, sollen im Jahr 2021 im Austausch mit den Kolleg*innen die Chancen, Möglichkeiten und Perspektiven der Digitalisierung reflektiert und bearbeitet werden.

Dass die Digitalisierung ein breites Band an Chancen mit sich bringt, hat uns die Corona-Krise unbestreitbar gezeigt: Medien bieten in verschiedenen Kontexten die Möglichkeit zur Kommunikation und Teilhabe. Darüber hinaus bringen die digitalen Medien eine vielfältige Palette mit sich, sich über und mit Medien (weiter) zu bilden. Diese Chancen müssen nun mit einem fokussierten Blick auf die Kinder- und Jugendhilfe herausgearbeitet werden: Wie können digitale Medien unterstützend im pädagogischen Alltag eingesetzt werden? Welche neuen Möglichkeiten eröffnen sich für die pädagogischen Angebote und auch für die dahinterstehenden internen Verwaltungsabläufe?

Perspektivisch gilt es, sich auf die mediatisierte Lebenswirklichkeit junger Menschen einzustellen und diese im pädagogischen Kontext mitzugestalten. Ziel ist die Wahrnehmung digitaler Herausforderungen und Chancen und die damit einhergehende Verantwortung, sich digitale Kompetenzen anzueignen und diese an die jungen Menschen zu vermitteln. Nur dadurch kann ein verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien herbeigeführt werden. Die Mitarbeitenden der haug&partner unternehmensgruppe, besonders aber die Kinder und Jugendlichen, sollen souverän, selbstbestimmt und kritisch mit digitalen Medien umgehen können.

Wir freuen uns auf ein interessantes digitales Jahr 2021!


Jahresbericht 2020 der haug&partner unternehmensgruppe

Auch in der haug&partner unternehmengruppe war das Jahr 2020 geprägt von der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen auf die (pädagogische) Arbeit ihrer Einzelunternehmen. Im Zusammenhang mit den damit verbundenen Herausforderungen hätte das Jahresthema der Unternehmensgruppe „Werte“ im Vorfeld nicht treffender ausgewählt werden können.

Im vorliegenden Jahresbericht 2020 möchte die haug&partner unternehmensgruppe und ihre Einzelunternehmen Sie gerne über die Aktivitäten, Veränderungen und Entwicklungen des vergangenen Jahres informieren und einen umfangreichen Einblick in ihre Arbeit geben.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die schöne und zuverlässige Zusammenarbeit in dem vergangenen, herausfordernden Jahr und blicken zuversichtlich auf das Jahr 2021.

Den Jahresbericht finden Sie auf der Homepage der haug&partner unternehmensgruppe oder hier direkt zum downloaden: Jahresbericht_2020.pdf (181 Downloads)


Wechsel der Geschäftsführung bei der h&p Baden-Württemberg gGmbH

Wir freuen uns bekannt zu geben, dass Herr Joshua Haug ab dem 01.Januar 2021 die Funktion des Geschäftsführers der h&p Baden-Württemberg Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH übernehmen wird. Herr Joshua Haug löst damit die bisherige Geschäftsführerin Frau Johanna Klebl-Haug ab, die die h&p Baden-Württemberg gGmbH souverän und besonnen durch die Ereignisse und Herausforderungen des Jahres 2020 geführt hat. Frau Johanna Klebl-Haug wird weiterhin in ihrer Funktion als stellvertretende Gesamtleiterin der haug&partner unternehmensgruppe den Träger eng begleiten und unterstützen.

Herr Joshua Haug verfügt über Kompetenzen im Bereich Sozialpädagogik (B.A. Sozialmanagement) und Betriebswirtschaft (geprüfter Betriebswirt IHK). Als Assistenz der Geschäftsführung stand Herr Joshua Haug der Geschäftsführerin bereits im Jahr 2020 mit seiner mehrjährigen Leitungserfahrung unterstützend zur Seite, wodurch der Übergang sicher und nachhaltig gestaltet werden konnte.

Die haug&partner unternehemnsgruppe gratuliert Herrn Joshua Haug recht herzlich zu seiner Ernennung