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Bericht über die Kanu-Tour in den Sommerferien

In der Zeit vom 13.-16.07.2020 waren die Mitarbeiter*innen einer unserer Wohngruppen mit den Betreuten auf einer Kanutour auf der Lahn. Hier ein kleiner Bericht über diese Tour:

Am ersten Tag der Kanu-Tour hatten die jungen Menschen zusammen mit ihren Betreuer*innen das längste Stück Wegstrecke der Kanu-Tour vor sich: 17 Flusskilometer von der Kanubasis in Gießen bis zum ersten Zeltplatz „Eiserne Hand“ in Wetzlar. Bei 30°C im Schatten, hatten sich alle Beteiligten doch einiges vorgenommen. Schnell hatte die Gruppe den Dreh raus, wie die Boote gesteuert werden und man kam langsam, aber stetig voran. Ein Highlight waren die Bootsrutschen und Wehre, die von den Bootsfahrern in Gießen und Wetzlar passiert wurden und auch die erste Schleuse wurde an diesem Tag durchfahren. Ein großes Hindernis tat sich in Naunheim auf: die Schleuse war gesperrt! Mit gesammelter Körperkraft mussten die Boote aus dem Wasser gehoben, um die Schleuse herum getragen und auf der anderen Seite wieder ins Wasser gelassen werden. Ein wirklich anstrengendes Unterfangen, vor allem, wenn man schon so viele Stunden auf dem Wasser unterwegs gewesen ist.

An den individuellen Entwicklungszielen der Betreuten konnte spielerisch „nebenher“ gearbeitet werden: So spürten die Betreuten Kinder und Jugendlichen, dass Kanufahren ein Teamsport ist, der nur funktioniert, wenn jede*r seine*n Anteil dazu beiträgt. Auch die Frustrationstoleranz wurde geschult, wenn das Steuern oder Vorankommen mal nicht so gut lief, wie erhofft. Auch dass das Kanufahren kein Wettrennen mit Gewinnern und Verlierern ist, wurde nach und nach gelernt. Umso länger die Fahrt an diesem Tag dauerte und umso anstrengender es für die jungen Menschen auch körperlich wurde, desto größer wurde der Gruppenzusammenhalt. Die Kinder und Jugendlichen genossen die Bewegung und die traumhafte Landschaft der Lahn und waren alle sehr stolz, als um 21 Uhr endlich der Zeltplatz erreicht wurde.

Am zweiten Tag lag nur eine kürzere Strecke vor der Reisegruppe: 10km von Wetzlar bis Solms-Oberbiel zu dem wunderschönen Zeltplatz „Schohleck“, wo man in einem echten Indianertipi die nächsten Nächte verbringen sollte. Nachdem einige noch mit dem Muskelkater vom ersten Tag zu kämpfen hatten, war die kürzere Strecke eine Wohltat. Am Nachmittag kam die Gruppe am Zeltplatz an und die Betreuten hatten Spaß am Lagerleben, dem Plantschen in der Lahn und Lagerfeuer mit Grillen am Abend zwischen den Tipis. Auch Freundschaften zu anderen zeltenden Jugendlichen waren schnell geknüpft.

Am Mittwoch war dann ein Tag Ruderpause. An diesem Tag standen Ausflüge in die Umgebung des Campingplatzes, der Besuch eines Zoos und das Planschen in einem Freibad auf dem Programm. Abends gab es wieder Lagerfeuer und sobald es dunkel wurde, unternahmen die Betreuer*innen mit den jungen Menschen eine Nachtwanderung in den dunklen Wald. Obwohl dieser ganz schön gruselig war, haben es alle wieder zurück in ihre Schlafsäcke geschafft.

Donnerstags war ursprünglich eine Strecke von über 20km geplant. Aber die Erfahrung von Montag hatte gezeigt, dass das zu viel sein würde und die Motivation mancher Kinder neigte sich dem Ende zu. Als dann noch der Regen kam und stärkerer Regen gemeldet wurde, beschloss die Gruppe die Tour am nächsten Ausstiegspunkt vorzeitig zu beenden.

Im Fazit waren alle Kinder glücklich, die Tour bewältigt zu haben und an ihre körperlichen Grenzen gebracht worden zu sein. Sie haben die intensive Zeit mit ihren Betreuer*innen genossen: Vor allem auch die gemeinsamen Nächte im Tipi. Die Kinder haben schon nach der nächsten Kanutour gefragt.

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Krisenfall:

JaNein

Betreuungsart:

stationärambulant


Empfehlung(en) bisher:

janein

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