Betreuungsstellen

(auch genannt: Erziehungsstellen, Familienwohngruppen, sozialpädagogische Wohngemeinschaft u.ä.)

In Betreuungsstellen leben Kinder oder Jugendliche, die momentan nicht in ihrer Ursprungsfamilie leben können im Haushalt einer sozialpädagogischen Fachkraft und werden dort rund um die Uhr betreut. So erhalten diese jungen Menschen die benötigte Unterstützung und leben zugleich in einem familienanalogen Rahmen.

In Deutschland erleben immer mehr Kinder Vernachlässigung, Missbrauch, Traumatisierung und/ oder Gewalt. Diese jungen Menschen brauchen für eine Weile oder auch dauerhaft einen sicheren Platz, an dem sie kind- und jugendgerecht aufwachsen können.

In den Betreuungsstellen möchten wir diesen jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich trotz komplexer Problemkonstellationen in einem vertrauensvollen, geschützten, von persönlicher Beziehung und professionellem Handeln geprägten Rahmen zu entwickeln. Dazu leben sie im familiären Umfeld. Die Betreuungsstelle ist ein alternatives Konzept, das Arbeiten und Leben miteinander vereint.

Natürlich werden die Fachkräfte bei dieser wichtigen Aufgabe intensiv unterstützt. Sie sind regelmäßig im Austausch mit der Fachberatung der haug&partner unternehmensgruppe (bzw. deren einzelnen Gesellschaften), werden im Bedarfsfall intensiv begleitet, erhalten Supervision und besuchen Fortbildungen. Das Jugendamt, die haug&partner unternehmensgruppe und die Pädagog*innen kooperieren für eine bestmöglichste Begleitung des Kindes oder der/ dem Jugendlichen.

Betreuungsstelle werden – FAQs

Sie können sich vorstellen, Leben und Arbeiten neu miteinander zu verbinden und ein oder mehrere Kinder/ Jugendliche in Ihre Familie/ Ihren eigenen Haushalt aufzunehmen und zu betreuen?

Dann könnte die Gründung einer Betreuungsstelle das richtige für Sie sein.

Am besten rufen Sie uns direkt an unter: 07361/999 111 0 oder schreiben uns eine kurze Email unter: betreuungsstellewerden@haug-partner-unternehmensgruppe.de

Dann können wir am schnellsten alle wichtigen Informationen geben und Ihre Fragen beantworten.

Sie sind sich noch nicht sicher, ob die Gründung einer Betreuungsstelle das Richtige für Sie wäre?

Auch dann, nehmen Sie zu uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne und unverbindlich!

Im Folgenden finden Sie einige häufige Fragen.

Wenn Ihre Frage nicht dabei ist, schreiben Sie uns:

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um Betreuungsstelle zu werden?

·         Mindestens eine sozialpädagogische Fachkraft, z.B. Erzieher*in, Sozialpädagog*in oder ähnliche Ausbildung/ Studium

·         Ein Zimmer für jeweils ein Kind/Jugendliche*n in der Wohnung/ im Haus. Hier helfen wir aber auch gerne, Lösungen zu finden, wenn die aktuelle Wohnsituation noch nicht den Rahmen für eine Betreuungsstelle ergibt

Sind Betreuungsstellen und Erziehungsstellen das Gleiche? Wie heißen Betreuungsstellen noch?

In Deutschland gibt es viele Namen für das Angebot „Betreuungsstelle“. Erziehungsstelle, Familienwohngruppe, sozialpädagogische Wohngemeinschaft, Angebot in häuslicher Gemeinschaft und einige andere Begrifflichkeiten sind gebräuchlich, die inhaltlich das gleiche Angebot meinen: eine sozialpädagogische Fachkraft nimmt Kinder/ Jugendliche in ihren eigenen Haushalt auf und betreut sie rund um die Uhr. Dabei brauchen die Kinder/ Jugendlichen von der Komplexität ihrer Thematiken, Bedürfnissen und Herausforderungen die Betreuung durch eine Fachkraft, profitieren aber auch von dem familiären Setting des Angebots.

Worin unterscheidet sich eine Betreuungsstelle von einer Pflegefamilie?

·         Pflegefamilie kann prinzipiell jede*r, unabhängig vom beruflichen Kontext, werden. Betreuungsstelle heißt immer auch eine sozialpädagogische Fachkraft betreut die Kinder/ Jugendlichen

·         Als Fachkraft einer Betreuungsstelle wird ein Betreuungsschlüssel von 1:2 angewandt. Pro Fachkraft können somit maximal 2 Kinder/ Jugendliche in einer Betreuungsstelle leben

·         Als Fachkraft werden Sie für diese Arbeit angemessen bezahlt

·         Als Fachkraft in einer Betreuungsstelle gehen Sie in aller Regel keiner beruflichen Tätigkeit außer Haus nach

Was muss ich tun, um Betreuungsstelle bei der haug&partner unternehmensgruppe zu werden?

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, per Email: betreuungsstellewerden@haug-partner-unternehmensgruppe.de

oder unter Telefon: 07361/999 111 0

Wir besprechen dann die nächsten Schritte. Diese bestehen in der Regel aus:

1.       Die für Ihre Region zuständige Gesellschaft der haug&partner unternehmensgruppe nimmt mit Ihnen Kontakt auf. In einem ersten Telefonat werden Ihre wichtigsten Fragen beantwortet.

2.       In einem persönlichen Gespräch werden weitere Informationen ausgetauscht und Sie können einen Eindruck von der haug&partner unternehmensgruppe gewinnen.

3.       In einem Vororttermin in Ihrem Haushalt werden die räumlichen Rahmenbedingungen abgeklärt und Sie können die für Sie zuständige Fachberatung kennenlernen.

4.       Eine Kooperationsvereinbarung oder ein Anstellungsvertrag werden abgeschlossen.

5.       Gemeinsam werden alle noch offenen Fragen geklärt und ein Antrag auf Betriebserlaubnis gestellt.

6.       Sobald die Betriebserlaubnis erteilt ist, sind Sie im Pool der freien Plätze und eingehende Betreuungsanfragen der Jugendämter werden daraufhin geprüft, ob das fragliche Kind oder die/der Jugendliche, Sie und die Rahmenbedingungen in Ihrer Betreuungsstelle gut zusammenpassen könnten.

7.       Nach entsprechenden Vorabklärungen und mindestens einem Vorabtermin kann dann ein junger Mensch von Ihnen aufgenommen werden.

Wie lange dauert es, bis ich als Betreuungsstelle starten kann?

Wenn Sie sich selbst sicher sind und im Vorbereitungsprozess keine ungewöhnlichen Aspekte auftauchen, dauert es von der ersten Kontaktaufnahme bis zum Einzug eines Kindes in der Regel 3-9 Monate.

Was ist, wenn ich mich für die Arbeit als Betreuungsstelle interessiere, mir aber noch nicht sicher bin, ob es wirklich das Richtige für mich ist?

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, per Email: betreuungsstellewerden@haug-partner-unternehmensgruppe.de

 oder unter Telefon: 07361/999 111 0

Wir kommen gerne mit Ihnen ins Gespräch und beraten Sie. Diese Beratung ist für Sie selbstverständlich völlig unverbindlich und kostenfrei!

Wer zählt als sozialpädagogische Fachkraft?

Diese Definition ist von Bundesland zu Bundesland etwas unterschiedlich. In allen Bundesländern gehören Sozialpädagog*innen (Diplom, BA oder MA), Erzieher*innen und Jugend- und Heimerzieher*innen dazu. Bei anderen Berufs- und Studienabschlüssen unterscheiden sich die Vorgaben der Bundesländer.

Welche räumlichen Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Jedem jungen Menschen, den Sie aufnehmen muss ein eigenes Zimmer zur Verfügung gestellt werden, das angemessen groß ist. Die restlichen Räumlichkeiten müssen den üblichen Anforderungen einer Familie genügen. Ob Sie die Wohnung/ das Haus besitzen oder mieten ist nicht relevant.

Sollten Sie aktuell nicht über passenden Wohnraum verfügen, beraten wir Sie gerne.

Was kann ich tun, wenn ich keine passenden Räumlichkeiten habe?

Treten Sie mit uns in Kontakt. Wir beraten Sie und können Sie auf vielfältige Weise unterstützen.

Werde ich von der haug&partner unternehmensgruppe als Arbeitnehmer*in angestellt?

Prinzipiell besteht die Möglichkeit, als Arbeitnehmer*in angestellt zu werden oder freiberuflich mit einem Kooperationsvertrag tätig zu werden. In manchen Regionen oder Konstellationen steht nur eine der beiden Optionen zur Verfügung.

Wie viele Kinder/ Jugendliche kann ich aufnehmen?

Der Betreuungsschlüssel in allen Betreuungsstellen lautet 1:2, d.h. eine Fachkraft kann maximal 2 junge Menschen betreuen.

Wenn Sie also eine Fachkraft sind, können Sie maximal 2 Kinder aufnehmen, wenn zwei Fachkräfte im Haushalt leben, können bis zu vier Kindern bei Ihnen betreut werden. Natürlich ist es immer möglich, weniger als die maximal mögliche Anzahl Kinder zu betreuen.

Wieviel verdiene ich als Betreuungsstelle?

Wenn Sie als selbständiger Kooperationspartner*in für die haug&partner unternehmensgruppe tätig werden, erhalten Sie mindestens 2700 Euro im Monat für die Betreuung eines Kindes. Das kann auch deutlich mehr sein, je nachdem, welches Angebot Sie vorhalten und welche Anforderungen die Unterbringung mit sich bringt.

Was muss ich als Betreuungsstelle leisten?

Sie betreuen ein oder mehrere junge Menschen in Ihrem eigenen Haushalt, rund um die Uhr. Sie organisieren und kümmern sich um alle alltäglichen Belange der jungen Menschen. Diese Kinder und Jugendliche bedürfen der Aufsicht, Betreuung, Erziehung und Versorgung wie alle jungen Menschen, haben aber meist darüber hinaus besondere Bedürfnisse oder herausfordernde Verhaltensweisen. Hier sind Sie als sozialpädagogische Fachkraft gefordert.

Desweiteren nehmen Sie regelmäßige Beratungen und eventuell Supervision zu Ihrer Unterstützung und zur Qualitätssicherung in Anspruch. Fort- und Weiterbildungen nehmen Sie so in Anspruch, dass Sie sich als Fachkraft weiterentwickeln. Hierzu bietet die albakademie ein für Ihre Tätigkeit wechselndes und interessantes Fortbildungsprogramm. Der Austausch mit anderen Betreuungsstellen wird von der haug&partner unternehmensgruppe unterstützt. Sie nehmen an verpflichtenden Besprechungen und Tagungen teil und prüfen für sich verantwortlich die Teilnahme an freiwilligen Veranstaltungen.

Mit dem Jugendamt finden Hilfeplanungen und Kontakte bei Bedarf statt. Die Kontakte zu den Eltern/ Herkunftsfamilien werden je nach Einzelfall gestaltet. Bei der Kooperation mit Jugendamt und Eltern ist immer auch ein*e Vertreter*in des Trägers involviert, Sie sind also nicht auf sich allein gestellt. Auch im Krisenfall oder bei akutem Beratungsbedarf steht Ihnen die haug&partner unternehmensgruppe zur Seite.

Wer entscheidet, welcher junge Mensch bei mir leben wird?

Wenn Anfragen der Jugendämter beim Träger eingehen, wird zunächst mit den vorliegenden Informationen geprüft, ob eine Unterbringung in Ihrer Betreuungsstelle passend sein könnte. Sollte dies als gute Option erscheinen, nimmt Ihre Fachberatung mit Ihnen Kontakt auf. Gemeinsam erfolgt nun soweit möglich vorab die Klärung, ob irgendetwas der Aufnahme dieses jungen Menschen im Wege stehen könnte. Wenn dies nicht der Fall ist, findet ein persönliches Kennenlernen statt, nach dem in aller Regel entschieden wird, ob sich alle Beteiligten die Unterbringung des jungen Menschen in dieser Stelle vorstellen könnten. Sie haben natürlich immer ein Vetorecht, d.h. es wird kein Kind/ kein*e Jugendliche bei Ihnen gegen Ihren Willen untergebracht. Auch der junge Mensch entscheidet sich (altersentsprechend) für oder gegen die Betreuungsstelle.

Die Kinder und Jugendlichen haben in ihrer bisherigen Biografie häufige Beziehungsabbrüche und Vertrauensverlust erlebt. Deshalb ist es der haug&partner unternehmensgruppe ein sehr wichtiges Anliegen, diesen jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, Kontinuität zu erfahren. Ist ein junger Mensch einmal in einer Betreuungsstelle untergebracht, wird ein Abbruch der Maßnahme nur in Einzelfällen nach sorgfältiger Abwägung befürwortet.

Welche beruflichen Erfahrungen muss ich mitbringen?

Wünschenswert sind natürlich Erfahrungen in der Begleitung von Kindern und Jugendlichen, vorzugsweise in der Kinder- und Jugendhilfe.

Wie alt muss ich sein?

Das Alter ist für die Leitung einer Betreuungsstelle nicht relevant.

Ich habe keine eigenen Kinder – kann ich trotzdem Betreuungsstelle werden?

Ja, viele Betreuungsstellen haben keine eigenen Kinder oder die Kinder sind bereits erwachsen. Natürlich können Sie mit oder ohne eigene Kinder Betreuungsstelle sein.

Ich habe auch eigene Kinder – kann ich trotzdem Betreuungsstelle werden?

Ja, viele Betreuungsstellen ziehen eigene Kinder groß und nehmen als Betreuungsstelle Kinder auf. Natürlich können Sie mit oder ohne eigene Kinder Betreuungsstelle sein. Es gilt im Blick zu haben, was das für alle Beteiligten (betreute Kinder, eigene Kinder und die Erwachsenen) bedeutet und wo sich Herausforderungen auftun, aber hier erhalten Sie erfahrene und kompetente Begleitung und Beratung.

Ich habe keine*n Partner*in – kann ich trotzdem Betreuungsstelle werden?

Ja, Betreuungsstellen spiegeln die ganze Bandbreite der Definition „Familie“ wieder. Dazu gehören auch alleinerziehende Elternteile. Wir freuen uns über Ihr Interesse als „Single“ und unterstützen Sie auch dabei, die zusätzlichen Herausforderungen, die bei „alleinerziehenden Betreuungsstellen“ schon organisatorisch entstehen, gut zu lösen.

Ich lebe nicht in einer klassischen Familienform – kann ich trotzdem Betreuungsstelle werden?

Ja, Betreuungsstellen spiegeln die ganze Bandbreite der Definition „Familie“ wieder. Dazu gehören für uns neben der klassischen Kleinfamilie auch: Großfamilien, Mehrgenerationenhaushalte, „Alleinerziehende“, gleichgeschlechtliche Paare und natürlich Menschen mit den unterschiedlichsten kulturellen und religiösen Hintergründen. Auch Wohngemeinschaften sind als häusliches Betreuungsangebot denkbar. Wir freuen uns immer auch über einzigartige und ungewöhnliche Angebote – denn oft ist es genau das, was ein bestimmter junger Mensch sehr gut brauchen kann.

Wie lange lebt ein*e  Kind/ Jugendliche*r in einer Betreuungsstelle?

Das ist individuell unterschiedlich. Sehr kurze Unterbringungen sind in diesem Setting eher selten bzw. dann bei „Bereitschafts-Betreuungsstellen“ angesiedelt, die sich auf diese Variante fokussiert haben. Die meisten Betreuungen sind mittelfristig (mehrere Jahre) oder auch langfristig (bis zur Verselbständigung) angelegt.

Bin ich im akuten Krisenfall dann ganz allein?

Nein, das sind Sie nicht. Die haug&partner unternehmensgruppe stellt Ihnen eine 24h-Krisennummer zur Verfügung, über die Sie jederzeit im Falle einer akuten Krise Beratung bekommen und nötigenfalls auch weitere Schritte eingeleitet werden.

Kann ich mich unverbindlich und kostenfrei beraten lassen, wenn ich mich für die Betreuungsstelleangebote interessiere?

Selbstverständlich beraten wir Sie kostenfrei und unverbindlich. Wir beraten Sie auch gerne, wenn Sie sich in Ihren Überlegungen hinsichtlich der Gründung einer Betreuungsstelle noch nicht sicher sind oder wenn es noch Hindernisse aus dem Weg zu räumen gibt. Zudem bieten wir eine Erstberatung bei einem mit Betreuungsstellen erfahrenen Steuerberater an, der Sie hinsichtlich der finanziell-steuerlichen Seite beraten kann. Die Kosten für diese Erstberatung übernimmt die haug&partner unternehmensgruppe.

 

Was bietet Ihnen die haug&partner unternehmensgruppe bzw. die Gesellschaften der unternehmensgruppe als Träger?

 

·         Umfassende Beratung vor der Gründung einer Betreuungsstelle und Begleitung aller Schritte zur Gründung inklusive Betriebserlaubnisverfahren

·         Kostenfreie Erstberatung hinsichtlich der finanziell-steuerlichen Aspekte (einer selbständigen Tätigkeit als Betreuungsstelle im Rahmen eines Kooperationsvertrags mit der haug&partner unternehmensgruppe) durch einen in diesem Bereich sehr erfahrenen Steuerberater

·         Intensive fachliche Beratung während der gesamten Tätigkeit durch hochqualifizierte und erfahrene Berater*innen, Mentor*innen und Regionalleitungen

·         Fachlich kompetente Unterstützung bei Verwaltungstätigkeiten durch AAprocura GmbH

·         Haftpflichtversicherung für die betreuten jungen Menschen, die auch Schäden in Ihrem eigenen Haushalt absichert

·         24h-Notfalltelefon im Krisenfall

·         Finanzielle Sicherheit – regelmäßige Zahlungen an Sie sind nicht abhängig von der Zahlungsgeschwindigkeit der zuständigen Jugendämter

·         Leitung der Kontakte mit dem Jugendamt inklusive Hilfeplänen

·         Individuelle Unterstützung zur Entlastung

·         Vernetzung mit anderen Betreuungsstellen

·         Regelmäßige Regionaltreffen und ein überregionales Treffen zum Austausch, Weitergabe von wichtigen Informationen und fachliche Kurzinputs/Austausch

·         Mitfinanzierung der Fort- und Weiterbildungsangebote durch die albakademie

·         Übernahme von Supervisionskosten